Die Kirche

Ein Gang durch die Schafstallkirche St. Martin

Inmitten eines kleinen Heideareals mit Wacholder,
Kronsbeerenbüschen und Wildblumen, ist die Schaf-
stallkirche eingebettet in die ursprüngliche Landschaft
am Waldrand des Heidberges.
Der über 150 Jahre alte Schafstall hat seinen Ursprung
in Kohlenbissen bei Munster. Vor dem Abriss
bewahrt wurde die gesamte Holzkonstruktion des
Schafstalles im Oktober 1987 Stück für Stück
dort abgebaut und auf einem Feldsteinfundament unter kirchenarchtitektonischen Gesichtspunkten
am heutigen Standort wieder aufgebaut.
Die Schafstallkirche ist der gelungene Versuch, Kultur und Natur der Heidelandschaft mit
einem Kirchenbau zu verbinden.
Einen ersten Höhepunkt erhielt die noch nicht fertige Schafstallkirche zum Heiligen Abend 1988.
Über 300 Personen feierten spontan eine unvergessliche Christnacht - "wie in Bethlehems Stall".
Die Kirchweihe erfolgte am Sonntag "Vom guten Hirten", dem 9. April 1989.
So wurde die bisher einzigartige Schafstallkirche Wirklichkeit. 
Ansprechend und attraktiv wie das Äussere, ist auch das Innere der Kirche.

Der 23. Psalm

Die Eintretenden werden von den Worten des 23. Psalms empfangen:

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen
Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, 
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Diese Worte, eingestemmt in die rustikalen Querbalken, begleiten uns
weiter in das Innere der Kirche. Der Altarbereich und die Kirchenbänke
aus rötlichem Kiefernholz, in Verbindung mit den kupfernen Lampen,
geben der Kirche eine warme und anheimelnde Atmosphäre, die zum
Verweilen einlädt.



Die Krippe

Rechts vom Altar, in den Fachwerkwinkel eingefügt, steht
eindrucksvoll das ganze Jahr über eine menschengrosse Krippe.
Diese Krippe wurde von dem österreichischen Bildhauer Josef
Brugger aus Matrei/Osttirol geschaffen.
Sie besteht aus 400 Jahre altem Eichenholz eines Osttiroler
Bauernhauses.
Die Körper sind mit unbearbeiteten Balken dargestellt; die hellen
Köpfe und Hände sind aus dem gleichen alten Holz herausgear-
beitet.
Einen besonderen Reiz erfährt diese Krippe jedes Jahr zur Weih-
nachtszeit, da sie sich eben in einem"echten Schafstall"  befindet.
Inzwischen ist die Schafstallkirche zu einem der begehrtesten
Besichtigungsobjekte unserer  Region geworden.
Sollten Sie sie noch nicht kennen, sind Sie herzlich zu einem
Besuch eingeladen.

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